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Wenn der Schmerz alles ist, was nach der Fehlgeburt geblieben ist!

Veröffentlicht am 14. August 2022 um 14:14

Anne hängt total durch. Sie will niemanden sehen, geschweige denn Treffen. Sie arbeitet mehr als früher, schläft schlecht und geht bei jeder Kleinigkeit hoch wie eine Rakete.

Ihr Mann macht sich Sorgen, kommt aber einfach nicht an sie heran.

Anne war nicht immer so!

Sie war eine bildhübsche, kontaktfreudige, sehr beliebte und gelassener Mensch.

Sie liebte das Leben und war so verliebt in ihren Mann.
Als sie dann schwanger wurde, war das Leben einfach perfekt.

Doch dann kam Tag X!

Annes kleine, heile Welt brach gnadenlos zusammen.


Was passiert ist?

In der 8. SSW verlor sie das gemeinsame Baby.

Alles ging ganz schnell:
Blutungen, Krämpfe, Krankenhaus, OP und dann nach Hause.

Es folgten:
pure Leere, Trauer, Wut, Krämpfe, Einsamkeit.

Eine riesige Glocke der Trauer stülpte sich über Anne und sie ließ niemanden an sich heran.

Sätze wie „Du musst loslassen... nimm Abschied... lass Dir bitte helfen … !

Prallten an ihrer großen Trauerglocke ab. „Dafür habe ich keine Zeit!“


Sie sprach kein Wort mehr über die Fehlgeburt und zog sich in ihr Schneckenhaus zurück.
Doch wenn sie alleine war, flossen die Tränen in Strömen.
Es tat so schrecklich weh!
Nichts war ihr geblieben, noch nicht mal ein Ultraschallbild!

Eigentlich wusste sie, dass sie die Trauer verarbeiten muss, aber dieser Schmerz - er war alles, was ihr geblieben ist, auch wenn es so schrecklich weh tat.

 

Sie wollte nicht, dass dieser sie verlässt und sie gar nichts mehr von ihrem Baby für sich hatte.


Also hielt sie ihn fest und versteckte den Trauerschmerz ganz tief in sich.


Anne stürzte sich in die Arbeit und stand stetig unter Strom. Am Wochenende wurde ausgiebig gefeiert und so schien es eine Weile gutzugehen.

Die Jahre vergingen.

Anne weinte nicht mehr, aber es ging ihr nicht gut.

Sie hatte sehr oft schlechte Laune, niemand konnte es ihr recht machen und ihr Körper erst recht nicht.


Ihr Inneres schrie nach Heilung, aus allen Poren!


Doch Anne ignorierte alle Warnzeichen.
Ihr Haut rebellierte, die Migräne war bereits wöchentlich zu Besuch und Annes Rücken hatte fast täglich irgendwelche Verspannungen

oder es klemmte sich ein Nerv ein.


Sie mutierte zu einem Workaholic Nervenbündel auf Dauer Ibuprofen.


Und dann passierte, was passieren musste!

Anne baute in ihrem Stress und unter all den Medikamenten, einen Autounfall und zog sich schwerste Verletzungen zu.


Als sie im Krankenhaus aufwachte, brach ihre Welt wie ein Kartenhaus erneut zusammen.
Ihr Bein war mehrfach gebrochen und musste geschraubt werden.

Arbeiten war jetzt erst einmal nicht, sie war buchstäblich ans Bett gefesselt und lag alleine in ihrem Zimmer.

Jetzt hatte sie Zeit, viel Zeit!

Anne ahnte, dass dieser Unfall nicht ohne Grund passiert ist und dass es so nicht mehr weiter gehen konnte.

Mit der Zeit stöberte sie durch Sozialmedia und stoß auf ein Posting einer Sternenkindmama, welche ihre Trauer öffentlich machte.


"Lächerlich!", dachte sie sich noch und doch blieb sie auf diesem Profil hängen und lass sich den Artikel durch.

Das machte sehr viel mit Anne und obschon sie sich eigentlich nicht mit dem Thema Fehlgeburt auseinandersetzen wollte, suchte sie weiter im Netz zu diesem Thema.


Dabei flossen unfassbar viele Tränen, die sie mit den Jahren eigentlich gut versteckt hatte und doch merkte sie, dass es ihr irgendwie guttat, sich mit diesem Thema auseinander zusetzten.

Durch den Sozialmedia Algorithmus stolperte Anne auf mein Profil und meine Seite

Alexas Seelen Wellness.
Sie verstand immer mehr, dass sie sich mit ihrer Trauer auseinandersetzten sollte, aber ihre Fehlgeburt war nun schon 7 Jahre her!


„Lohnt sich das überhaupt noch?“


Sie erzählte ihrem Mann von meiner Arbeit und ohne zu zögern,

meldete er Anne für ein Erstgespräch bei mir an.

Anne hätte am liebsten den Termin bei mir wieder abgesagt, aber ihr Mann wusste:


Wenn nicht jetzt – wann dann?


Unser Erstgespräch verlief völlig ungezwungen und locker. Anne war erleichtert zu hören, dass sie sehr wohl nach 7 Jahre ihre Trauer verarbeiten darf und wir trafen uns zu mehreren Sprechstunden Käffchen.

Es war eine Wonne zu sehen, wie Anne Schritt für Schritt aufblühte
und immer mehr bereit war, sich ihrer Fehlgeburt zu stellen.


Wir gaben ihrem Baby einen Namen, holten eine kleine Abschiedszeremonie nach und sie gestaltete mit der Zeit bunte Steine zu Ehren ihres Sternchens und gab ihrem Baby somit einen ganz neuen Platz in ihrem Leben.


Sie war erstaunt wie gut ihr der Chakren Ausgleich tat und musste über sich selbst schmunzeln, wie sie plötzlich auch im außen anfing „Aufzuräumen“.

Ohne dass es sie zerstört hatte, ließ sie ihren Trauerschmerz Schritt für Schritt los und blühte immer mehr auf.
Annes Kopfschmerzen wurden weniger und sogar ihre Haut beruhigte sich.


Es zog sogar ein neues Familienmitglied ins Haus ein. Ein Wuffi mit hellblauen Augen und die Leichtigkeit kam zurück zu Anne.


Anne hatte so große Angst gehabt, ihren Trauerschmerz loszulassen und ist fast daran kaputtgegangen!


Doch jetzt, wo sie verstanden hat, dass ihr Sternenkind lediglich einen neuen Platz in ihrem Leben eingenommen hat

und ihr nie verloren gegangen ist.

Konnte sie ihre Trauer angenehmen und all die gestaute Energie fließen lassen.


Annes Körper harmonisierte sich immer mehr!

 

Ihre Laune besserte sich,

sie konnte endlich durchschlafen,

ihr Rücken meckerte kaum noch und das neu Sortieren ist von nun an kein Fremdwort mehr für sie.

Es sind vielleicht nur ein paar Gespräche gewesen, ein bewusstes Verabschieden, kombiniert mit ein bissel Energiearbeit.

Und doch zeigt diese Geschichte, wie wichtig es ist, sich seiner Trauer zu stellen, um Körper, Geist und Seele wieder im Einklang zu bekommen.

Wie ist Deine Meinung dazu?


Ist es sinnvoll, seinen Schmerz zu verstecken und zu betäuben?


Wie wäre es mit Anne weiter gegangen, hätte sie sich nicht mit ihrer Fehlgeburt auseinandergesetzt?

Deine Alexa von Alexas Seelen Wellness

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Text by Alexa Tetzlaff Juni 2022 von Alexas Seelen Wellness

Bilder by Webador Stockfotos


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Kommentare

Nicole Borho
Vor 3 Monate

Danke, dass Du das Thema Fehlgeburt aus der Tabuzone holst. Es ist so wichtig, dass wir darüber reden und, dass sich Frauen den Raum geben, ihr Kind betrauern zu dürfen. Es ist gesellschaftlich einfach noch nicht angekommen, dass Frauen, die ihr Kind sehr früh gehen haben lassen müssen, sich auch in einem Trauerprozess befinden und das es legitim ist, sich die Zeit für Trauer zu nehmen. Liebe Grüße Nicole